Einen Mietvertrag kündigen



Die Kündigung des Mietvertrages kann der Mieter mit einer dreimonatigen Frist jederzeit vornehmen, er muss sie nicht begründen. Bei unbefristeten Mietverträgen gilt diese Frist grundsätzlich für den Mieter unabhängig von der Nutzungsdauer der Wohnung. In alten DDR-Mietverträgen wurde teilweise eine 14-tägige Kündigungsfrist festgesetzt, diese gilt weiter.

Besonderheiten bei der Kündigung des Mietvertrages



Bei Zeitmietverträgen können beide Seiten - Mieter und Vermieter - nur zum Ende der Laufzeit kündigen. Zeitmietverträge werden oft über sechs Monate, ein oder zwei Jahre abgeschlossen, weil der Mieter sich aus beruflichen Gründen nur für eine begrenzte Zeit in der Region aufhält. Er kann dann jederzeit den Mietvertrag kündigen, muss aber die Miete bis zum Schluss zahlen. Des Weiteren ist es möglich, einen Kündigungsverzicht oder Kündigungsausschluss im Mietvertrag zu vereinbaren. Damit können beide Seiten bis zur Maximaldauer von vier Jahren nicht den Mietvertrag kündigen. Sonderkündigungsrechte ergeben sich für den Mieter durch:
  • Ankündigung einer Modernisierung: Mit der Ankündigung der Modernisierung kann der Mieter zum übernächsten Monatsende den Mietvertrag kündigen, die Kündigung Mietvertrag muss beim Vermieter bis zum nächsten Monatsende eingehen. Erfolgt also die Ankündigung im April, muss die Kündigung bis zum 31.05. beim Vermieter eingehen und wird zum 30.06. wirksam.
  • Anhebung der Miete: Vermieter haben das Recht, die Miete auf die am Ort übliche Vergleichsmiete anzuheben, wenn sie dies beispielsweise in den vergangenen Jahren unterlassen haben. Der Mieter kann bis zum Ende des Vormonats vor der Wirksamkeit der Mieterhöhung kündigen, die Kündigung Mietvertrag wird zum Ende des Folgemonats nach der Mieterhöhung wirksam. Beispiel: Die Mieterhöhung wird im März mit Wirksamkeit ab 01.06. angekündigt. Der Mieter kann bis zum 31.05. den Mietvertrag kündigen, die Kündigung wird zum 31.07. wirksam.
  • Mieterhöhung nach Modernisierung: Auch nach erfolgter Modernisierung kann der Vermieter die Miete erhöhen. Der Mieter kann bis Ende April kündigen, wenn die Miete ab 01.05. steigen soll. Die Kündigung wird zum 30.06. wirksam.
  • Mieterhöhung bei Sozialwohnungen: Bei einer Mieterhöhung zum 01.06. kann der Mieter noch bis zum 03.06. kündigen, die Kündigung wird zum 31.07. wirksam.
  • Staffelmietvertrag: Diesen kann der Mieter auch bei zeitlicher Befristung immer zum Ende des vierten Jahres kündigen.
  • Tod des Mieters: Der mitunterzeichnende Ehegatte oder Partner kann mit Dreimonatsfrist den Mietvertrag kündigen, andere Angehörige - auch ein nicht mitunterzeichnender Gatte - können mit Einmonatsfrist kündigen. Erben können mit Dreimonatsfrist kündigen, wobei eine einmonatige Überlegungsfrist vorausgeht.
  • Untermiete: Bei einer Verweigerung zur Untervermietung seitens des Vermieters kann der Mieter mit Dreimonatsfrist den Mietvertrag kündigen, außer die Untervermietung wäre unzumutbar gewesen. Die Erlaubnis zur Untermiete wird immer an eine konkrete Person geknüpft und nicht allgemein erteilt.
Eine fristlose Kündigung Mietvertrag kann jeder Mieter vornehmen, wenn der vertragsgemäße Gebrauch der Wohnung nicht mehr möglich ist. Gründe können Gesundheitsgefährdungen und auch Störungen des Hausfriedens durch den Vermieter sein.

Kündigung Mietvertrag durch Vermieter



Der Vermieter muss bei unbefristeten Mietverträgen gestaffelte Kündigungsfristen beachten, die bis zu einem Jahr reichen können und von der Dauer des Mietverhältnisses abhängen. Zudem benötigen Vermieter für die Kündigung Mietvertrag Kündigungsgründe. Sollte der Mieter die Mietsache (Wohnung) ordnungsgemäß genutzt, Renovierungsfristen eingehalten und die Miete stets pünktlich gezahlt haben, kommt als Kündigungsgrund nur Eigenbedarf infrage. Jede Kündigung muss schriftlich mitgeteilt werden, ein Fax und eine E-Mail werden regelmäßig nicht anerkannt. Es bedarf der eigenhändigen Unterschrift des Kündigenden, bei gemeinsamem Abschluss eines Mietvertrages muss auch gemeinsam gekündigt werden. Zum Nachweis der Kündigung empfiehlt sich stets der eingeschriebene Brief, auch ein Einwurf in den Hausbriefkasten der Gegenseite unter Zeugen ist möglich.


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